Google+: „Echtes“ soziales Netzwerk oder doch eher ein SEO-Tool?

Posted by admin on 23. Juni 2015 under Allgemein, Marketing, Social Communities | Be the First to Comment

Unter den sozialen Netzwerken in Deutschland hat Facebook ganz klar die Nase vorn – insbesondere, wenn es um die Nutzerzahlen geht. Google+ kann hier beispielsweise wenig entgegensetzen. Ganz aus dem Rennen ist das Konkurrenz-Netzwerk des Suchmaschinenriesen jedoch nicht. Die Frage ist nur: Hat Google+ tatsächlich einen interaktiven Nutzen, bei dem Unternehmen durch den Austausch mit den Followern einen echten Mehrwert generieren? Oder steht die SEO hier doch an vorderster Stelle, schließlich handelt es sich um ein Google-Produkt?

Contentdiscovery und Diskussionen – dafür ist Google+ perfekt

Während Facebook laut offiziellen Stellen rund eine 28 Millionen deutsche Nutzer vorweisen kann, gibt Google keine offiziellen Zahlen heraus – man vermutet jedoch, dass in der Bundesrepublik circa neun Millionen Menschen Google+ nutzen. Das bedeutet in erster Linie, das die Reichweite und mögliche Zielgruppe kleiner ist. Viel gravierender ist jedoch die unterschiedliche Nutzung der Netzwerke:

  • Bei Facebook geht es vor allem um die Vernetzung mit bekannten Personen (Freunden), um deren Updates lesen zu können.
  • Zusätzlich folgen Nutzer Fanseiten von Unternehmen, um deren Beiträge nicht zu verpassen.
  • Bei Google+ steht die Vernetzung mit Freunden nicht im Vordergrund – vielmehr geht es um die Suche nach Informationen und Gleichgesinnten. Vor allem Gruppen, in denen über bestimmte Themen diskutiert werden kann, sind beliebt.

Google PlusKurz gesagt: Bei Facebook steht der Newsfeed mit aktuellen Beiträgen im Vordergrund. Bei Google+ kommt die Suche häufiger zum Einsatz, um relevante Informationen und Informationsquellen aufzudecken, um mit andern Nutzern darüber zu diskutieren.

Die Nutzung ist demnach weitaus professioneller geprägt – vor allem für neue Contentideen ist Google+ als Quelle unter (Corporate-)Bloggern sehr beliebt. Gleichzeitig, und das ist entscheidend, ist der Austausch zwischen Unternehmen und Nutzern beziehungsweise Kunden rar, da Privatnutzer selten den direkten Kontakt zu Unternehmen suchen oder sie einkreisen.

Google+ als Knotenpunkt zu Influencern

Wenngleich der Kontakt zur Zielgruppe über Google+ nicht so einfach ist, so hat Google+ doch einen großen Vorteil: In dem Netzwerk tummeln sich zahlreiche namhafte Blogger, Branchengrößen und Experten – der mögliche direkte Kontakt über Beiträge, Diskussionen oder Hangouts ist eine große Chance für Unternehmen. So können über Google+:

  • Influencer entdeckt werden.
  • Kooperationen entstehen.
  • Die Reichweite und Interaktion über den „Umweg“ Influencer vergrößert werden.

Und so schafft Google+ auch wieder den Bogen zu Social Media, da der zwischenmenschliche Kontakt wieder im Vordergrund steht – auch, wenn dieser so ganz anders ist, als bei Facebook.

Die Bedeutung von Google+ für SEO

Ganz abgesehen von der Möglichkeit Influencer und neuen Content zu entdecken, kommt Google+ als Teil der Google My Business Suite eine besondere Rolle im Rahmen der SEO zu – insbesondere, wenn es um Local SEO geht, denn:

  • Google My Business ist Art Branchenverzeichnis.
  • Die Google My Business Einträge werden in den Suchergebnissen angezeigt.
  • Voraussetzung ist ein optimierter Eintrag und hohe sowie regelmäßige Aktivität.
  • Auch Bewertungen des Unternehmens sind möglich, die noch einmal stark auf das Ranking in den lokalen Suchergebnissen einwirken.

Die Aktivität wird hierbei über die Beiträge erreicht, die über das Google+ Profil gepostet werden. Themenrelevanz, die richtigen Hashtags und natürlich Kontinuität spielen hier eine wichtige Rolle. Zwar ist mit dem Google My Business Eintrag und der Google+ Seite nur ein Teil des Potenzials ausgeschöpft (perfekte Local SEO braucht beispielsweise zusätzlich weitere Einträge in namhaften Branchenverzeichnissen), dennoch sind beide der erste wichtige Schritt hin zu mehr Sichtbarkeit in den lokalen Suchergebnissen.

Ein Dämpfer für alle Google+ Fans

Dass Google+ in Sachen Interaktion nicht mit Facebook mithalten kann, war längst klar. Dennoch hielt Google an Google+ fest. Seit Anfang 2015 werden jedoch immer wieder kleine Änderungen vorgenommen, die zumindest die Vermutung aufkommen lassen, dass Google+ vom Aussterben bedroht ist:

  • Ende Mai 2015 wurde Google Photos aus Google+ ausgegliedert und zu einem eigenständigen Dienst gemacht.
  • Anfang Juni verschwand in der Statusleiste von Google.de das „+“ und damit der Link zum Google+ Profil.
  • „Google+ Benachrichtigungen“ heißen auch nur noch „Google Benachrichtigungen“.

Kleine, aber feine Änderungen, die ein wenig nachdenklich stimmen, auch, wenn Google+ Chef Bradley Horowitz betont, dass Google+ nicht stirbt. Es bleibt abzuwarten, wie es mit dem Netzwerk weitergeht. Die Erwartungen waren groß und sicher konnten nicht alle erfüllt werden – aber komplett abschreiben sollte man Google+ nicht. Nicht in puncto Social Media und erst recht nicht, wenn es um lokale SEO geht.

Über den Autor: Keyvan Haghighat Mehr ist der Geschäftsführer der Social Media Agentur Socialize aus Hamburg. Seit 2012 bietet Socialize eine hochwertige Mischung aus Social Media- und Content Marketing speziell für KMUs.

Internationales Social Media Marketing: 6 Aspekte die den Erfolg bestimmen

Posted by admin on 5. März 2015 under Allgemein, Marketing, Social Communities, Trends | Be the First to Comment

Auch wenn viele es versuchen: Internationales Social Media Marketing kann und darf sich nicht darauf beschränken, die im Heimatland erfolgreichen Social Media-Aktivitäten einfach nur in die jeweilige Landessprache zu übersetzen. Internationale Verbindungen sind zwar oft mit nur einem Klick erreichbar. Darüber darf jedoch eines nicht übersehen werden: In anderen Ländern herrschen nicht nur andere sprachliche Sitten, sondern auch andere kulturelle und vor allem andere Online-Sitten.

Viele Unternehmen, die versuchen, nach dem lokalen Markt auch den globalen Markt zu erobern, denken dabei vor allem an die Möglichkeiten des Web 2.0. Dieses wird meist auf Social Media reduziert, und dabei wird wieder auf die hierzulande gängigen Zugpferde Facebook und Twitter gesetzt. Doch wer international erfolgreich sein will, muss die jeweiligen nationalen Spielregeln kennen und beherrschen – sowohl im Hinblick auf die reale als auch im Hinblick auf die virtuelle Welt.

Nationale Sprachkultur

Auch wenn viele Menschen die gleiche Sprache benutzen, heißt dies nicht, dass sie die gleiche Sprache sprechen. Sprachliche Unterschiede lassen sich hierzulande bereits innerhalb von Regionen, Altersgruppen, Bildungsgruppen, Geschlechter und ethnischen Zugehörigkeiten ausmachen, und sie gehen weiter über die Landesgrenzen hinaus, auch wenn es sich um die gleiche Sprachgemeinschaft handelt.

Über die sprachlichen Unterschiede zwischen Deutschen, Österreichern und Schweizern wird gerne gewitzelt, und irgendwie findet jeder den anderen auch sympathisch. Dies kann jedoch sehr schnell umkippen, wenn Nutzer (gleich potenzielle Kunden) sich sprachlich nicht mehr angesprochen fühlen.

  • Schweizer Biker möchten Pneus kaufen und keine Reifen.
  • Österreicher nützen (statt nutzen) das Internet, und weiters (weiter) ist ihnen ebenfalls sehr an ihrer Sprachidentität gelegen.

Solche Details gilt es zu wissen und im internationalen Social Media umzusetzen. Erst dies gibt dem Nutzer die Chance, sich mit den Inhalten und Kampagnen identifizieren zu können.

Dass ähnliche Strukturen auch in anderen Sprachen existieren (und tunlichst zu beachten sind), ist zumindest ansatzweise aus der Unterscheidung American English und British English bekannt. Und auch hier ist die Problematik komplexer, als die reine Unterscheidung in AE und BE vermuten lassen.

Allgemeine kulturelle Aspekte

In jeder Kultur gibt es bestimme kulturelle Übereinkünfte, die oft im Laufe der Jahrhunderte entstanden und tradiert wurden und die unter Umständen erheblich von den Traditionen im eigenen Land des international aufstrebenden Unternehmens abweichen können.

  • Farben werden unterschiedlich interpretiert. Das in unseren Breitengraden gängige Weiß für Reinheit und Unschuld gilt in China als Farbe der Trauer.
  • Der erhobene Daumen, Kultsymbol für alle Facebook-Anwender, gilt in Australien, auf Malta oder im arabischen Raum als sehr rüde Geste. Dies hat auch schon so mancher Tramper leidvoll erfahren müssen.
  • In Bulgarien werden Kopfnicken und Kopfschütteln genau umgekehrt interpretiert als etwa in Deutschland – dies wäre zum Beispiel für ein Real-Video oder Whiteboard-Video zu berücksichtigen. Auch in Nordgriechenland, Finnland, Sri Lanka und Indien gilt Kopfschütteln als Zustimmung.
  • Im arabischen Raum wird Ablehnung nicht durch Kopfschütteln ausgedrückt, sondern durch Schnalzen mit der Zunge.
  • In der Schweiz gilt die Schulnote 1 als schlecht, während eine 6 als Bestnote unserem “sehr gut” entspricht – Ranglisten und Wertungen im Content, etwa in Testberichten oder bei Meinungsumfragen, sollten deshalb deutlich erklärt werden. In den USA werden dagegen Buchstaben für die Bewertungen vergeben. A (4.0, Excellent) oder A+ (4.3) beziehungsweise A- (3.7) stehen hier eine hervorragende Leistung. Schul- und Abschlussnoten, etwa im Rahmen von Bewerbungen und Job-Angeboten, müssen entsprechend umgerechnet werden.

Unterschiedliche Beziehungskulturen

Social Media greifen bestehende Sozialstrukturen auf, bieten aber auch neue, und sie sind durch einen extrem schnellen Wandel geprägt. Dabei wird häufig übersehen, dass die bereits bestehenden Beziehungskulturen des realen Lebens oft auch ausschlaggebend sind für die Art und Weise, wie die jeweiligen Menschen die Social Media nutzen.

  • So ist im westlichen Bereich das direkte Nachfragen nach Likes, Shares, Re-Tweets und Re-Pins durchaus akzeptiert. Im orientalischen Raum dagegen sollte dies eher durch die Blume erfolgen und eben nicht unverblümt.
  • In Venezuela oder Russland würde man auch für einen Freund bei der Polizei lügen, um ihm aus der Patsche zu helfen. In der Schweiz ist dies nahezu ein No-go.

Nationale sozio-ökonomische Kultur(zwänge)

Die sozio-ökonomische Kultur beinhaltet sowohl vorgegebene finanzielle Aspekte (Gesetze, Mehrwertsteuern) als auch wirtschaftliche Zusammenhänge und Sachzwänge (hohe Kaufkraft vs. hohe Arbeitslosenquote.

  • So gelten seit 2015 neue EU-weite Bestimmungen für die Angabe und Einziehung der jeweils nationalen Mehrwertsteuer.
  • In Luxemburg wurde Anfang 2015 der allgemeine Mehrwertsteuersatz von 15 auf 17 Prozent erhöht.
  • In Frankreich wird seit 2011 auf Elektrogeräte und Möbel eine Öko-Beteiligung (éco-participation) erhoben, die auch mit ausgewiesen wird.
  • Umrechnungskurse ändern sich täglich und sind ebenfalls einzubeziehen.

Diese Dinge sind nicht nur intern in der Buchhaltung zu berücksichtigen, sondern auch in der Preisgestaltung, in Angeboten, Warenkörben, Rechnungen etc. Dazu gibt es beispielsweise entsprechende Plug-Ins für WooCommerce. Möglicherweise müssen Sie auch damit rechnen, dass potenzielle Kunden die regional unterschiedlichen Preise hinterfragen.

Unterschiedliche Kaufkultur

Sofern die Social Media Marketing-Maßnahmen direkt in Kauf und Bezahlung münden, sind hier ebenfalls die regionalen Gegebenheiten mit einzubeziehen.

  • Während in Deutschland noch immer Kauf auf Rechnung beliebt ist, ist in anderen Ländern die Kreditkarte das Zahlungsmittel der Wahl.
  • PayPal wird zwar bereits vielerorts akzeptiert, ist in manchen Ländern wie Pakistan aber nicht verfügbar.
  • Während im Westen Kauf eher auf der Basis von Identität stattfindet, ist in Japan eher Interesse ausschlaggebend.

Unterschiede in der nationalen Online-Kultur

Häufig wird unterstellt, dass das Internet überall gleich funktioniert und dass die Menschen, die sich darin bewegen, auch stets auf die gleiche Weise dort bewegen. Dies ist allerdings ein Trugschluss, der insbesondere im Marketing schnell teuer werden kann.

  • Bei allem Hype zu Facebook, der etwa in Deutschland zu beobachten, wird zum Beispiel nicht beachtet, dass Facebook in Österreich eine weit weniger große Rolle spielt.
  • In Taiwan dagegen erklärt sich der Erfolg von Facebook nicht aus der primär sozialen Interaktivität dieses Sozialen Mediums. Hier nutzen die Anwender den Dienst vor allem wegen der Möglichkeit, FarmVille spielen zu können.
  • In Japan wiederum sind ganz andere Dienste angesagt, um sich miteinander zu vernetzen, etwa Mobage-town oder Mixi.
  • Während in China Klarnamenpflicht herrscht, bevorzugen Japaner Pseudonyme.
  • Japanische Nutzer verwenden lieber Avatare statt Fotos.
  • Korea verfügt über das wohl schnellste Internet. Hier können bereits Millisekunden beim Laden einer Webseite für Frustration bei den Anwendern sorgen.

So spielen in vielen Ländern und Regionen auch speziell im Online-Verhalten sehr viele Faktoren eine Rolle. Diese Unterschiede sind im Allgemeinen meist weniger bekannt. Deshalb empfiehlt es sich, solche internationalen Social Media Marketing-Maßnahmen mit regionalen Insidern abzustimmen und nach Möglichkeit sogar auch an solche zu delegieren, natürlich in enger Abstimmung mit den eigenen Zielen und der Unternehmensphilosophie.

Über die Autorin: Ljubica Negovec ist die Geschäftsführerin der Übersetzungsagentur ALLESPRACHEN aus Graz. Seit 2011 hat das Unternehmen auch eine Zweigstelle in Wien, um den Großkunden noch näher zu sein.

Der perfekte Social Media Post

Posted by admin on 3. September 2013 under Allgemein, Marketing, Social Communities | Be the First to Comment

Wenn es darum geht, einen neuen Beitrag zu schreiben, der sich möglichst weit im Internet verbreitet, ist Social Media Marketing die Königsdisziplin. Virale Inhalte verbreiten sich hier praktisch von alleine, allerdings müssen solche Inhalte erst einmal erstellt werden. Dazu braucht es vor allem Kreativität, aber auch eine gut durchdachte Zielgruppenansprache. Wichtig ist also, sich in die Zielgruppe hineinversetzen zu können, um herauszufinden, welche Inhalte besonders interessant sein könnten und wie diese am besten aufbereitet werden sollten. Reiner Text hat in Social Communities in der Regel keinen großen viralen Effekt, informativer Content bietet gleichzeitig aber immer noch den größten Mehrwert für Besucher. Bilder können dagegen als Eye Catcher wirken und so die Aufmerksamkeit der User schnell auf sich ziehen. In Kombination kann die Neugier der Social Media Nutzer geweckt werden, um diese über den eingebetteten Link auf die eigene Internetpräsenz zu führen bzw. sie zu einer Interaktion zu bewegen. Natürlich funktioniert Facebook hier anders als Twitter und Google+ bietet andere Möglichkeiten als Instagram. Insofern sollte man sich im Social Media Marketing nicht nur über die Interessen der potentiellen Kunden im klaren sein, sondern ebenso über die Chancen und Grenzen der jeweiligen Social Communities. Einen Überblick, wie idealerweise in ausgewählten sozialen Plattformen vorgegangen werden sollte, liefert nachstehende Infografik. Sie basiert auf Informationen diverser unterschiedlicher Quellen und zeigt auf, wie unterschiedlich die Herangehensweise plattformübergreifend doch sein kann. Dabei wird nicht nur auf die kommunikative Methodik eingegangen, sondern auch auf stilistische und funktionale Besonderheiten in den verschiedenen Social Communities.

 

How to create the perfect social media post How to create the perfect social media post is an infographic that was produced by mycleveragency

Quo Vadis Google+

Posted by admin on 12. Dezember 2012 under Social Communities, Trends | Read the First Comment

Google hat aufgrund seiner fehlgeschlagenen Social Media Experimente lange einen schwierigen Stand bei Usern gehabt. Auch in Bezug auf Google+ scheiden sich die Geister über Sinn und Unsinn des Netzwerkes. Als Datenfriedhof mit der besten Usability verschrien, werden die Vor- und Nachteile des Social Media Portals schnell deutlich. Zum einen wurde mit Google+ ein funktionales und übersichtliches soziales Netzwerk geschaffen, welches auch mobil einiges hermacht. Sogar Facebook, mit seinen diversen Toolbars und überflüssigen Funktionen, kann sich hier eine Scheibe abschneiden. Auf der anderen Seite läuft das soziale Netzwerk seinem Ruf hinterher, Facebook Konkurrenz machen zu wollen, was (zumindest kurzfristig) utopisch erscheint.

Schwierige Ausgangslage für Google+ …

google+Der Launch von Googles sozialem Netzwerk kam auf den ersten Blick genau zum richtigen Zeitpunkt: Es gab ein paar Platzhirschen in der Social Media Welt, die auf ihre Art User angezogen haben und immer noch weiter wachsen. Unternehmen haben verstanden, dass Social Media ein attraktives Marketing Instrument ist, und dass sie über möglichst viele Social Media Portale mit den Kunden kommunizieren können und sollten. Der Hype um Google+ und dessen stetiger Vergleich mit Facebook hat in der Anfangsphase und auch schon davor allerdings dafür gesorgt, dass User in dem Netzwerk keinen Sinn sehen, weil es überflüssig ist, sich in einem zweiten Facebook anzumelden und ihre Freunde ja ohnehin alle auf Facebook vertreten sind. Unternehmen, Selbstständige und Werbetreibende sahen in Google+ dagegen eine weitere Möglichkeit potentielle Kunden zu erreichen, und zwar in gewohnter Manier, wie sie es auf Facebook in der Vergangenheit gelernt haben. Die Problematik wird dadurch verstärkt, dass sich Interessierte bei Googles neuem Netzwerk in der Anfangsphase nur mit einer Einladung anmelden konnten, welche sich zuerst unter Webmastern und internetverwandten Branchen verbreiten. Als Folge hat das soziale Netzwerk nun zwar angeblich schon 500 Millionen registrierte User, was nach einer so kurzen Zeit ein respektabler Wert ist. Allerdings bestehen diese User eben zu einem Großteil aus Webmastern, Unternehmen, Selbstständigen und Werbetreibenden; der potentielle Kunde, den diese ursprünglich erreichen wollten ist ferngeblieben. Während sich bei Facebook als erstes eine ordentliche Mitgliederzahl aufbauen konnte, bevor sich auch Unternehmen zu Marketingzwecken anmeldeten, haben sich bei Google+ zunächst die Werbetreibenden angemeldet und warten bis heute auf potentielle Kunden.

… dennoch großes Potential!

So hat sich Google+ ein Image aufgebaut, welches viele negativ behaftet sehen: Nämlich ein Netzwerk für Online-Professionals zu sein. Dabei ist diese Entwicklung sehr interessant und wenig verwunderlich. Der Suchmaschinenbetreiber liefert gerade internetaffinen Branchen gute Argumente, in seinem Netzwerk präsent zu sein. Auf der einen Seite versprechen sich Unternehmen logischerweise Vorteile für die Suchmschinenoptimierung, denn soziale Signale auf der eigenen Plattform wird Google mit Sicherheit nicht für seine Suche ignorieren. Und auch die Verknüpfung von Webseiten mit dem eigenen Google+ Profil ist besonders attraktiv für Webmaster. Zum anderen werden durch Google Funktionen zur Verfügung gestellt, die Online-Professionals ein effizienteres Arbeiten ermöglichen können. Circles, Hangouts, Drive, Gmail und weitere Dienste werden nach und nach in die Googlesphäre integriert und auf Google+ zusammenkommen. Und auch sonst sind hier internetaffine Branchen gut aufgehoben: Sie finden in dem sozialen Netzwerk, welches momentan als B2B Netzwerk fungiert und dabei viel mehr Spielraum lässt als klassische Business Netzwerke wie Xing oder LinkedIn, exakt ihre Zielgruppe.

Google+ ist also (zur Zeit) nicht als Konkurrenznetzwerk zu Facebook zu verstehen, auch wenn es das Potential durchaus hätte, sondern eher als Nischennetzwerk für Online-Professionals. Für das kommende Jahr hat der Suchmaschinenbetreiber bereits große Pläne angekündigt und vielleicht wird das Social Media Portal ja doch noch für die breite Masse attraktiv.

PS: Inzwischen zieht auch SocialMediaPro auf Google+ seine Kreise!

Aktuelle Entwicklungen im Social Media Marketing

Posted by admin on 20. Oktober 2011 under Marketing, Social Communities, Trends, Unternehmen | Read the First Comment

Der Hype um das Thema Social Media Marketing nimmt sowohl im Web als auch offline kein Ende. Immer mehr Social Communities werden aus dem Boden gestampft und bieten ihren Nutzern ständig neue Möglichkeiten miteinander zu kommunizieren. Über Fernsehwerbung und andere Offline-Werbemaßnahmen machen Unternehmen nicht mehr nur Werbung für sich und ihre Produkte, sondern genauso für ihre Fanpage auf Facebook. Bei über 800 Mio. User auf Facebook ist dies auch kein Wunder, denn die Wahrscheinlichkeit mit Werbespots, Personen zu erreichen, die bei Facebook registriert sind, ist dementsprechend hoch. Dennoch müssen hier wesentliche Streuverluste in Kauf genommen werden.

Ein Artikel zum Thema Was ist Social Media Marketing erklärt sehr einleuchtend, was Social Media Marketing nicht ist. Mit klassischen Werbeformen ist es demnach nicht vergleichbar, weil hier eine präzise Zielgruppenansprache nicht möglich ist. Social Media lässt dagegen zu, dass ein Unternehmen Inhalte nur mit den Konsumenten teilt, die diese Informationen auch wirklich interessieren. Die Kunst dabei ist, User auf das Unternehmensprofil der jeweiligen Social Communities aufmerksam zu machen. Genau das wird heutzutage auch durch die Einbeziehung klassischer Medien versucht. Alleine die Aufmerksamkeit zu erlangen, bringt allerdings noch keine Fans, Follower oder Abonnenten, welche die Grundlage der Sozialen Verbreitung im Web und darüber hinaus sind. Die geteilten Inhalte müssen auf die Zielgruppe zugeschnitten sein und möglichst einen viralen Charakter aufweisen, der User dazu veranlasst, die Inhalte zu teilen, zu bewerten oder in irgendeiner Weise in Interaktion mit dem Unternehmen in den jeweiligen Social Communities zu treten.

Profitieren kann jedes Unternehmen von Social Media Marketing, unabhängig von Größe und Budget. Außer Zeit und idealerweise etwas Fantasie muss in die Werbeanstrengungen in Social Communities nichts weiter investiert werden.

Facebook Marketing mit Gewinnspielen – was bringt das?

Posted by admin on 2. August 2011 under Allgemein, Marketing, Social Communities | 3 Comments to Read

Gastbeitrag von Kerstin Langenberg www.halalati.com

Facebook-MarketingWettbewerbe, Preisausschreiben und Verlosungen sind schon lange beliebt, wir kennen sie aus dem Fernsehen, aus Supermärkten oder aus dem Radio. Mit dem Aufkommen der sozialen Netzwerke, wie Facebook oder LinkedIn, erleben Gewinnspiele als Instrument für Facebook Marketing gerade einen zweiten Frühling. Hier sind drei Gründe, warum Facebook Gewinnspiele im Social Web so effektiv sind und einen festen Platz in jeder Facebook Marketing Strategie haben sollten.

Mit Facebook Gewinnspielen eine solide Fanbasis aufbauen

Ganz gleich wie viele Fans Ihre Fanseite hat, 100, 1.000 oder 10.000, Facebook Gewinnspiele sind ein effektives Tool, um Ihre Fanzahl nachhaltig zu erhöhen. Manche Fanseiten wachsen innerhalb weniger Tage von 100 auf 1000 Fans oder von 15.000 auf 30.000 Fans. Im Extremfall können auch deutlich mehr Fans gewonnen werden. So erzielte einer unserer Kunden innerhalb von wenigen Wochen ein Fanwachstum von 2.000 auf 40.000 Fans über einen Fotowettbewerb. Wenn man mit Facebook Gewinnspielen seine Fanbasis erhöhen möchte, sollte man auf ein einfaches Gewinnspiel setzen – zum Beispiel eine Verlosung oder einen Fotowettbewerb, für den die Teilnehmer bereits ein Foto auf der Festplatte haben. So machen Sie Ihren neuen Fans die Teilnahme einfach.

Interagieren Sie mit Ihren Fans über Facebook Gewinnspiele

Gewinnspiele, die ein hohes Maß an Interaktion aufweisen, eignen sich dafür, neu gewonnene Fans in treue Anhänger Ihrer Marke zu transferieren. Zum Beispiel ein Ideenwettbewerb „Wer hat den besten Namen für unser Maskottchen“, ein Fotocasting „Wer möchte Testschuhläufer werden“ oder ein Videowettbewerb „Zeig Dich beim Feiern mit unserem Bier“ eignen sich hier hervorragend. Solche Formate regen spielerisch den Willen zur Selbstdarstellung Ihrer Fans an. Mit viel Spaß beschäftigen sich Ihre Fans auf diese Weise mit Ihrer Marke.

Facebook Marketing durch Konsumenten? Gewinnspiele machen es möglich

Mit Gewinnspielen können Sie über Ihre Fanbasis Facebook Marketing betreiben. Wie würde es Ihnen gefallen, wenn hunderte oder sogar tausende Fans Ihnen helfen Ihre Fanpage zu vermarkten? Die Pinwannd, der „Gefällt-mir-Button“ und ähnliches machen es möglich. Voting Gewinnspiele, zum Beispiel, regen Teilnehmer dazu an, Freunde und Familie zum Gewinnspiel einzuladen – schließlich möchten Sie viele Stimmen erhalten und gewinnen. Ist auch der Preis attraktiv, können Sie auf diese Weise hohe Multiplikationseffekte für Ihr Gewinnspiel erzielen. Alternativ eignen sich auch Gruppenverlosungen, zum Beispiel „Bewerbt Euch in einer Gruppe von fünf und nehmt am Gewinnspiel teil“.

Facebook Marketing über Gewinnspiele ist effektiv – wenn die Facebook Richtlinien eingehalten werden

Gewinnspiele können ein sehr effektiver Baustein Ihres Facebook Marketing Konzeptes sein. Vor allem B2C Unternehmen können davon profitieren. Bevor Sie allerdings starten, sollten Sie sich mit den Facebook Richtlinien für Gewinnspiele vertraut machen. Facebook erlaubt zum Beispiel Gewinnspiele nur innerhalb von Apps (nicht direkt auf der Pinnwand) und die Teilnehmer müssen sich in einem Formular eintragen (Fan werden alleine genügt nicht). Auch wenn Facebook nicht alle nicht-konformen Gewinnspiele entdeckt, kommt es doch immer häufiger vor, dass Fanpages aufgrund nicht konformer Facebook Gewinnspiele gesperrt werden.

Garantiert richtlinienkonforme Gewinnspiele können Sie auch mit dem Baukasten für Facebook Gewinnspiele von Halalati anlegen. Ganz einfach und ohne Programmierung. Wenn Ihr Interesse an Facebook Gewinnspielen geweckt ist, schauen Sie doch mal bei uns vorbei und testen Sie den Baukasten bis zum Preview kostenlos. Eine Vielzahl von Beispielen für Facebook Gewinnspiele finden Sie auf dem Portal Goodies4Fans.

Google vs. Facebook

Posted by admin on 29. Juni 2011 under Marketing, Social Communities, Unternehmen | Be the First to Comment

Google hat seinen bereits vor einigen Monaten angekündigten neuen Dienst Google+ für eine erste Nutzergruppe freigegeben. Die Social Community beschränkt sich anders als Wave nicht auf diesen einen Service, sondern ist innerhalb Googles Angebotsspektrum allgegenwärtig. Dementsprechend wurde auch das Menü auf der Startseite der Suchmaschine angepasst.

Google+ bietet die Möglichkeit seine Kontakte nach unterschiedlichen Freundeskreisen zu sortieren und Inhalte so gezielt teilen zu können. Zudem kann innerhalb dieser Circles gechattet werden und mit Hangout lassen sich sogar Videokonferenzen abhalten. Wie bei Facebook wird es einen Stream geben, der die neuesten Updates anzeigt. Mit Sparks werden gleichzeitig aktuelle Webinhalte entsprechend den Interessengebieten der User zur Verfügung gestellt. Auch Google Profiles und Google +1 werden mit Sicherheit integriert werden, sodass sich die einzelnen Google Dienste in der neuen Social Community zu einem Ganzen zusammenfügen.

Vielleicht schafft es der Internetgigant dieses Mal sich im Bereich Social Media durchzusetzen und gegen Konkurrenten wie Facebook und Twitter anzukommen. Mit früheren Versuchen wie Wave und Buzz ist ihnen dies nicht gelungen. Der Kampf der Giganten geht also in die nächste Runde. Während Facebook regelmäßig neue Features in seine Community integriert und die Mitgliederzahl stetig steigt, ist es dennoch Google, das als erster Internetkonzern, im Monat Mai die Marke von einer Milliarde Unique Visitors weltweit geknackt hat. Sowohl Facebook als auch Google verdienen den Großteil ihres Gewinns über das Einblenden von bezahlten Werbeanzeigen. Facebook ist es dabei möglich auch Userempfehlungen zu promoten und die Zielgruppe durch entsprechende Userprofile gezielt anzusprechen. Diesen Vorteil wird sich Google sicherlich auch zu Nutze machen wollen. Mit AdWords richtet sich die Werbung hauptsächlich nach Webinhalten und Suchanfragen. Google+ gibt Usern einen Anreiz ständig eingeloggt zu sein und Interessen etc. preiszugeben. Auf diese Weise hat der Suchmaschinenkonzern mehr Möglichkeiten Werbung auf eine bestimmte Zielgruppe auszurichten.

Facebook vs Google

Quelle: http://mpaprograminfo.com

The Roast of Facebook

Posted by admin on 28. Mai 2011 under Allgemein, Social Communities | Be the First to Comment

Was ist beliebter: Der Facebook „Like“-Button oder der MySpace „Delete Account“-Button? In diesem Video erwachen die bekanntesten Social Communities zum Leben. Das personifizierte Facebook muss sich seinen Rivalen stellen, die gegen die weltweit größte Community in Witze verpackte Kritik aussprechen. College Humor lässt dabei ausgerechnet Google Facebook  den Vorwurf der Datensammlung machen. Auch die Social CommunitiesTwitter, Foursquare und MySpace kommen zu Wort. Letztere, die ihre Existenzberechtigung in der Öffentlichkeit bereits fast verloren hat, steht am Ende sogar noch schlechter da als das eigentliche Opfer der Veranstaltung.

Der Nutzen von Social Media für die Suchmaschinenoptimierung – Teil 2: Offpage

Posted by admin on 30. März 2011 under Social Communities, Trends, Unternehmen | Be the First to Comment

Die Bedeutung von Social Media für die Suchmaschinenoptimierung wird schon durch den häufig verwendeten Term Social Media Optimization deutlich, der in Anlehnung an den Begriff Search Engine Optimization entstanden ist. Social Media ist für SEO eine praktisch unerschöpfliche Linkquelle und bietet dabei gleichzeitig eine enorme Vielfalt. Neben Social Communities wie Facebook und Twitter sind auch diverse Bloganbieter eine nützliche Quelle um Backlinks zu generieren. Social Bookmarks gehören inzwischen schon zur klassischen Linkgenerierung dazu. Zudem lassen sich Profile in Foren häufig mit einer Link zur eigenen Homepage spicken. Hinzu kommen Medienportale wie YouTube, die auf der User Profilseite ebenfalls die Angabe einer URL zulassen.

Viele der auf Social Media Seiten generierten Links beinhalten allerdings das Attribut nofollow und sind deshalb vollkommen nutzlos! FALSCH! Auch Google und Bing haben die Bedeutung von Social Media inzwischen erkannt und bewerten für das Ranking einer Webseite mittlerweile auch, wie verbreitet ihre Inhalte in Social Communities sind. Das bedeutet, dass das Teilen von Inhalten einer Seite durch User auf Facebook, Twitter und co. sich positiv auf das Ranking dieser Webseite auswirkt. Die Vielseitigkeit der Social Communities und die Linkgenerierung in selbigen bringen außerdem breit gefächerte Besucherquellen mit sich, die gleichzeitig sehr zielgruppenspezifisch genutzt werden können. Zum anderen verfügen die großen Social Communities über eine hohe Sichtbarkeit in Suchmaschinen. Diese lässt sich ausnutzen, um die eigene Sichtbarkeit zu erhöhen. Eine Facebook Seite kann beispielsweise nicht nur auf Facebook, sondern auch in Suchergebnissen bei Google wahrgenommen werden.

Als Webmaster stellt man die Weichen dafür, dass sich Content in Social Communities viral verbreitet. Dies beginnt bei der Onpage Optimierung durch Social Media Elemente. Hier sind nicht nur klassische SEO Gesichtspunkte zu berücksichtigen, sondern auch Social Features, die Besuchern die Möglichkeit geben, die Inhalte mit einem Klick in Social Communities teilen zu können. Gleichzeitig kann durch eigene Postings auf Social Media Portalen auf neue Inhalte aufmerksam gemacht werden, um die die virale Verbreitung zu fördern und die Suchmaschinenoptimierung voran zu treiben.

Erneute Social Media Anstrengungen bei Google

Posted by admin on 15. März 2011 under Social Communities, Trends, Unternehmen | Be the First to Comment

Ungefähr ein halbes Jahr ist es her, dass Gerüchte über ein soziales Netzwerk namens „Google Me“ die Runde machten. Damals war Google bei diverse Unternehmen im Bereich Social Gaming und Social Networking eingestiegen und die gescheiterte Social Community Wave wurde eingestampft. Daraus wurde geschlussfolgert, dass die führende Suchmaschine einen neuen Versuch starten würde, ein soziales Netzwerk zu etablieren. Stattdessen wurden lediglich bestehende Services durch Social Media Komponenten ergänzt.

In den letzten Tagen, haben sich erneut Spekulationen über einen möglichen Plan von Google, ein soziales Netzwerk namens „Google Circles“ ins Leben zu rufen, verbreitet. Auf der South by Southwest Messe in den USA, die am Wochenende stattgefunden hat, sollte Google den Gerüchten zufolge den neuen Social Media Dienst vorstellen. Gefüttert von der Hoffnung, Facebook würde Konkurrenz durch den Internetriesen bekommen, verbreitete sich diese Nachricht wie ein Lauffeuer.

Am Ende mussten sich Spekulanten eines Besseren belehren lassen. Google Circles ist im Moment lediglich ein Experiment, das noch keiner Marktreife erreicht hat. Wie schon bei Google Me wird es sich dabei nicht um ein alleinstehendes Soziales Netzwerk handeln, sondern vermutlich eher um ergänzende Services im Bereich Social Media, die bestehende Angebote ergänzen.

Google Circles soll ein neues Prinzip des Sharing von Inhalten aufweisen, bei dem Content wie im echten Leben nicht mit der gesamten Kontaktliste, sondern nur mit bestimmten Freundeskreisen geteilt wird. Wann, in welcher Form und mit welchem Namen ein solcher Dienst bei Google integriert wird bleibt abzuwarten. Dass es aber, trotz oder gerade wegen der Erfolglosigkeit in der Unternehmensgeschichte im Bereich Social Media, zur Einführung neuer und weiterentwickelter Produkte kommen wird, ist nicht zu bezweifeln.