Klassische Werbespots erfreuen sich weder im TV, aber erst recht nicht im Internet großer Beliebtheit. Die Ausnahme bilden Werbespots, die einen unterhaltsamen Wert haben und die sich User deshalb sogar freiwillig auf Videoportalen ansehen. Bisher waren diese Spots allerdings auf das Prinzip der Push-Kommunikation beschränkt. Tipp-Ex hat nun eine Kampagne gestartet, die zeigt, was mit dem modernen Internet möglich ist. Die Rede ist von einem Werbespot auf der Videoplattform Youtube, bei der der User selbst bestimmt, wie die Handlung weitergeht. Das funktioniert dadurch, dass der User einen Satz vervollständigt, und so selbst Handlungsanweisungen gibt. Auch das Produkt, für das Tipp-Ex wirbt, erfüllt bei der Abhandlung seinen Zweck. Eine gelungene Social Media Marketing Kampagne, die es schafft, Interaktion in Social Communities auch ein neues Level zu bringen. Viel Spaß:
Die Verknüpfung von Social Media Komponenten mit greifbaren Elementen im echten Leben scheint derzeit ein innovationsfördernder Trend zu sein. Nach Coca Cola Village zieht laut Mashable nun das nächste derartige Projekt die Aufmerksamkeit auf sich. „Meet Eater“ ist eine Plfanze in Australien, die von Social Media Aktivitäten auf Facebook lebt. Wie jede Pflanze benötigt sie Licht und Wasser, allerdings sorgt ein Mechanismus dafür, dass sie dies erst erhält, wenn auf ihrer Facebook Seite Interaktion in Form von „Likes“ oder Pinnwandeinträgen zu Stande kommt. Mittlerweile geht die Zahl der Fans auf die 2000 zu und es werden stetig mehr. Dem Erfinder geht es dabei vordergründig darum, Pflanzen als Lebewesen hervorzuheben. Deshalb antwortet Meet Eater auch auf Pinnwandeinträge und ist mit einer Stimme ausgestattet. Letztendlich ist das Projekt aber auch interessant, weil es die Social Media Aktivitäten sichtbar nach außen trägt. Als Marketing Maßnahme wird man ähnliche Projekte wohl in Zukunft häufiger sehen, weil sie für einen enormen viralen Effekt sorgen und Social Media in neue Bahnen lenken.
Mehr als die Hälfte aller Unternehmen weltweit nutzen Interaktions-Communities wie Xing, LinkedIn und Facebook als Kommunikationskanal im Social Media Marketing. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Regus, bei der 15000 Unternehmen in 75 Ländern befragt wurden.
Der Anteil der Unternehmen in Deutschland, die diese Art von Social Communities nutzen, liegt sogar bei 70%. Besonders kleine Unternehmen profitieren von der Nutzung der Interaktions-Communities als Instrument zur Pflege geschäftlicher Kontakte. So geben 44% der Kleinunternehmer in Deutschland an, durch dieses Engagement bereits erfolgreich Kunden geworben zu haben. Bei größeren Unternehmen können das nur 34% behaupten. Dies zeigt, wie speziell auch kleine Unternehmen vom richtigen Einsatz von Social Media Anwendungen effektiv profitieren können.
Anders sieht es bei der Implementierung einer Strategie für das Social Media Marketing aus. Weniger als ein Fünftel aller kleinen Unternehmen in Deutschland setzen laut einer Studie von defcto.x, der Selbst-GmbH und der Deutschen Telekom eine Marketingstrategie für die Social Media Kommunikation ein. Während kleine Unternehmen in den meisten Fällen Social Media als Marketinginstrument ohne klar ausgearbeitete Ziele einsetzen, gehen größere Unternehmen strategischer mit diesem Thema um. Fast die Hälfte dieser Unternehmen orientiert sich bei den Maßnahmen in Social Media an einer Marketingstrategie.
Parallel zu der WM 2010 in Südafrika findet ein weiterer Wettbewerb statt, den es so vorher noch nicht gegeben hat. Ein Wettbewerb um die Aufmerksamkeit von Usern in Social Communities. Unternehmen auf der ganzen Welt nutzen Social Media wie nie zuvor zu Marketingzwecken, indem sie das Fußballfieber aufgreifen, um eine Verbindung zu den Fans herzustellen.
Während bei der WM 2006 in Deutschland Twitter noch in den Kinderschuhen steckte, Facebooks Mitgliederzahl gerade 2% der heute registrierten User betrug und YouTube noch nicht zu Google gehörte, haben sich die verschiedenen Social Communities in diesem Jahr völlig auf das größte Sportereignis der Welt eingestellt und bieten Konsumenten und Unternehmen neue interaktive Möglichkeiten.
Twitter hat zur WM eine separate World Cup Seite gestartet, auf der aktuelle Tweets über die jeweiligen Spiele angezeigt werden. Zudem wird Usern ein neues Hintergrundbild passend zur Weltmeisterschaft in Südafrika zur Verfügung gestellt und auch im Profilbild lässt sich durch Twibbon eine Flagge integrieren. Sony Ericsson ruft den „Twitter World Cup“ ins Leben, bei dem Fans ihre Mannschaft durch Tweets anfeuern sollen. Hashtags wie #ger lassen in Posts auf Twitter die entsprechende Nationalflagge erscheinen.
Facebook betreibt eine Rangliste der WM Teilnehmer, deren Reihenfolge durch die Unterstützung der Fans abgeleitet wird, denen das jeweilige Team „gefällt“. Mercedes-Benz stellt passend zum eigenen Logo den vierten Stern für Deutschland zur Verfügung, den sich User auf ihr Profilbild laden können und auf der Facebook Seite von Rexona Deutschland lässt sich eine eigene Fußballmannschaft zusammenstellen.
Ganz nebenbei verbreitet sich auf YouTube der Song von Coca Cola zur WM 2010 und auch Nikes Werbespot, in dem diverse Fußballstars „Zukunft schreiben“ verbreitet sich rasant über das gesamte Internet. Wer bei Google nach dem Spielplan für die WM sucht, erhält direkt auf der Ergebnisseite eine Übersicht über die bevorstehenden Begegnungen.
Die ganze Welt ist im Fußballfieber, weshalb sich die interaktiven Spielereien und fußballbezogenen Werbemaßnahmen immer größerer Beliebtheit erfreuen. Social Media Marketing hat während dieser WM eine völlig neue Dimension eingenommen und der Stellenwert von Social Communities im Privatleben vieler Menschen ist größer denn je. Auch die Fußballspieler sind davon betroffen. Neben Frauen und Alkohol ist ihnen zum ersten Mal bei einer Weltmeisterschaft auch die Nutzung von Social Media untersagt.